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Erpressungen bei Bauvorhaben lohnen sich nicht

21. Nov, 2014

Eine Baufirma wollte ein Areal überbauen. Der Eigentümer der angrenzenden Liegenschaft verlangte aufgrund der eingesehenen Baupläne sinngemäss vom Bau­unternehmen: «Wenn ihr mir meine Liegenschaft kostenlos saniert, verzichte ich auf einen Rekurs gegen euer Bau­vorhaben. Wenn ihr auf meine Forderung nicht eingeht, werde ich euren Bau mit Rekursen bis vor das Bundesgericht ver­zögern.»

Die Sanierung seiner Liegenschaft hätte einen Wert von rund 300 000 Franken gehabt.

Das Bauunternehmen zeigte den Eigentümer wegen Erpressung an und gelangte am Schluss vor das Bundesgericht. Das Gericht verurteilte den Liegenschafts­be­sitzer wegen Erpressung und bürdete ihm eine bedingte Geldstrafe von 840 000 Franken auf.

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