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Finanzmarktgesetz kann auch für KMU relevant sein

6. Jun, 2017

Das Finanzmarktinfrastrukturgesetz regelt neu den Handel von Derivaten und gilt für alle am Derivatenmarkt aktiven Unternehmen. Seit dem 1. Januar 2016 ist es in Kraft. Von KMU häufig angewandte Zinssatz-Swaps oder Devisen­termin­ge­schäfte unterliegen neu dem Finanzmarktinfrastrukturgesetz.

Das Gesetz verlangt, dass Unternehmen die Derivaten-Aktivtäten überwachen, Über­­schreitungen von Schwellenwerten melden, Risikominimierungs-Mass­nah­men treffen und alles dokumentieren.

Will sich ein Unternehmen vom Finanzmarktinfrastrukturgesetz befreien, muss es vom obersten Leistungsorgan explizit schriftlich bestätigen lassen, keine Derivate im Sinne des Finanz­marktinfrastrukturgesetzes zu halten oder zu handeln.

Ab 2017 prüfen Revisionsstellen, ob die Pflichten im Derivatenhandel eingehalten werden. Bei Verstössen muss die Revisionsstelle das Eidg. Finanzdepartement infor­mieren.

Für Unternehmen, die auf die Revision verzichten, gilt das Finanzmarktinfra­strukturgesetz nicht.

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