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Grundsatz der freien Beweisführung in der Buchhaltung

16. Sep, 2013

Im Unterschied zum früheren Mehrwertsteuergesetz gilt im neuen Gesetz der Grund­satz der Beweismittelfreiheit. Wo früher ein bestimmtes Beweismittel wie z.B. eine Rechnung mit bestimmten Angaben zwingend vorhanden sein musste, um eine Tatsache beweisen zu können, ist nach geltendem Recht nicht ausge­schlossen, einen Beweis auch durch andere Beweismittel zu erbringen. Dabei prüft die Steuerverwaltung bei jedem Beweismittel, ob die Tatsache wie z.B ein Vorsteuerabzug auch tatsächlich belegt werden kann. Liegt für einen bestimmten Sachverhalt bloss ein Beweismittel vor, so muss dieses eindeutig sein, nämlich der Original-Beleg oder ein elektronisch signierter Beleg. Bei verloren gegan­ge­nen Originalbelegen kann auch ein «Notbeleg» oder «Eigenbeleg» selber angefertigt werden. In diesem Fall darf aber keine Vorsteuer geltend gemacht werden.

Die Folgen der Beweislosigkeit trägt diejenige Person, die nach dem Gesetz den Beweis zu erbringen hat. Von der steuerpflichtigen Person sind steuermindernde Tatsachen zu beweisen.

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