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Kündigung infolge Verweigerung von Mehrarbeit ist nicht missbräuchlich

25. Mrz, 2015

Ein Arbeitgeber darf Überstunden anordnen, wenn sie zumutbar und betriebs­not­wendig sind. Ob die Anordnung zulässig ist, muss im Einzelfall geprüft werden. Sie hängt unter anderem auch von der persönlichen Situation und Gesundheit des betroffenen Mitarbeiters ab. Der Mitarbeiter, der Überstunden zu Unrecht verweigert, wird schadenersatzpflichtig und muss mit der Kündigung des Ar­beits­vertrages rechnen.

Nicht zumutbar ist die Anordnung von Überstunden, wenn der Mitarbeitende wichtige persönliche Pflichten hat wie Elternpflichten, Fortbildungskurse, Todes­fälle usw. Auch bei Mehrfachbeschäftigung muss der Arbeitnehmer in der Lage sein, seinen Pflichten bei den anderen Arbeitgebern nachzukommen. (Quelle: BGE 4A_414/2013 vom 28. Oktober 2013)

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