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Mitwirkungspflichten des Kunden bei der Einführung von Software

25. Aug, 2014

In einem neueren Urteil äussert sich das Bundesgericht zu den Mitwirkungs­pflichten des Kunden bei Einführungsprojekten im Zusammenhang mit Standard­software.

Das Bundesgericht hält fest, dass die Parametrierung von Software und die Vali­die­rung von Modellen zur Datenmigration Aufgaben seien, die vom Lieferanten und vom Kunden nur gemeinsam erledigt werden können. Dies gilt selbst dann, wenn das im Vertrag nicht ausdrücklich festgehalten wird.

Besteht ein Pflichtenheft, so ergeben sich die Anforderungen an die Parametrie­rung möglicherweise ganz oder teilweise aus diesem Dokument. Die Erstellung eines Pflichtenhefts ist aber Sache des Kunden. Unterlässt er dies, so sind an seine Mitwirkung umso höhere Anforderungen zu stellen.

Der Kunde ist dafür verantwortlich, die vom Lieferanten vorgeschlagenen Lösun­gen abzu­neh­men. Er hat dafür genügend Personal zur Verfügung zu stellen. Kommt der Kunde seinen Mitwirkungspflichten nicht nach, so muss der Lieferant zur Wahrung seiner Interessen den Kunden sofort und klar abmahnen. (Quelle: Dr. U. Egli, epartners Rechtsanwälte AG, Zürich)

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