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Nachträgliche Bildung von Steuerrückstellungen möglich

25. Sep, 2015

Juristische Personen können ihre Steuern von ihrem Gewinn abziehen. Aufgrund des Perio­di­zi­täts­prinzips müssen Unternehmen ihren Steueraufwand in dem­je­ni­gen Geschäftsjahr in Ab­zug bringen, in dem die Steuerschuld entstanden ist. Das bedeutet, dass das Unternehmen für noch nicht bezahlte, aber voraussichtlich geschuldete Steuern eine Rückstellung bildet.

Im Rahmen von Buchprüfungen werden regelmässig von Steuerbehörden über­setzte Ab­schrei­bungen oder verdeckte Gewinnausschüttungen aufgerechnet, die so den Un­ter­­­nehmensgewinn erhöhen. Solche Gewinnaufrechnungen sind nicht vorhersehbar und haben Einfluss auf die geschuldete Steuer.

Das Bundesgericht ist in einem Urteil zum Schluss gekommen, dass die Rückstellungen bei jeder Aufrechnung zu erhöhen sind. Es hat auch entschieden, dass es unwichtig ist, aus welchen Gründen die Steuerrückstellung nicht aus­reichend gewesen sei. Deshalb sei eine nach­trägliche Bildung von Steuerrückstellungen möglich. (Quelle: BGE 2C_1218/2013 vom 19.12.2014)

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