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Neues EU-Datenschutzrecht betrifft auch Schweizer Unternehmen

21. Sep, 2015

IT-Projekte und Betriebsabläufe, die die Bearbeitung von Kunden- und Mitar­bei­ter­daten zum Inhalt haben, müssen datenschutzkonform betrieben werden, so will es das schweizerische Datenschutzrecht. Auch sind zahlreiche Unternehmen verpflichtet, ein Datenbearbeitungs-Reglement zu haben, das sämtliche Abläufe und Kontrollen der Datenverarbeitung doku­mentiert.

Bisher waren die Sanktionen und Bussen gering, oft ging es mehr um die Verhinderung eines Reputationsschadens als um das Einhalten des Gesetzes.

Neu drohen horrende Bussen, da die kommende Europäische Daten­schutz­ver­ordnung auch Schweizer Unternehmen betrifft. Denn die EU-Ver­ord­nung gilt für alle Firmen, die mit der EU Handel betreiben oder mit Unternehmen in Europa Personendaten austauschen.

Die Bussen für Datenschutzverletzungen können sich bis auf 5% des weltweiten Um­satzes oder bis zu 100 Millionen Euro belaufen. Jede Person, die wegen einer Daten­schutzverletzung Schaden erlitten hat, kann vom verantwortlichen Un­terneh­men Schadenersatz verlangen.

Fazit: Unternehmen, die in der Schweiz Daten von europäischen Kunden bearbeiten, müssen in Zukunft nebst dem schweizerischen Datenschutzrecht auch die kommende EU-Datenschutzverordnung einhalten.

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