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Situationen, die den Arbeitsweg zur Arbeitszeit machen

30. Aug, 2016

Der Arbeitsweg gehört nicht zur Arbeitszeit. Doch es gibt Situationen, die den Arbeitsweg zur Arbeitszeit machen, wie zum Beispiel:

  • Der Mitarbeiter wird an einem anderen Arbeitsort als dem vertraglichen ein­gesetzt. Die dadurch entstehende Verlängerung des Arbeitsweges gilt als Arbeitszeit.
  • Eine vertragliche Vereinbarung, wonach der Arbeitsort immer dort sein soll, wo der Einsatz beim Kunden zu leisten ist, gilt als Umgehung des Arbeits­gesetzes. Denn sie führt dazu, dass sämtliche Reisezeiten immer als nicht zu entschädigender Arbeitsweg auf den Arbeitnehmer abgewälzt würden.
  • Arbeitszeit verrichtete auch derjenige Mitarbeiter, der seine Arbeitskollegen an einem Treffpunkt mit seinem Privatwagen auflud und zum Einsatzort brachte.
  • Eine Fahrzeit von 100 Minuten von einer Sammelstelle zu einer Baustelle und zurück gilt als Arbeitszeit, wobei ein gesamtarbeitsvertraglicher Sockelwert von 30 Minuten abzuziehen ist.
  • Wenn Pikett ausserhalb des Betriebs geleistet wird, gilt im Falle eines effekti­ven Einsatzes auch die Wegzeit als Arbeitszeit
  • Beim Stillen im ersten Lebensjahr ausserhalb des Betriebs gilt die Hälfte der Abwesenheitsdauer, in der Regel also auch ein Weganteil, als Arbeitszeit.

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