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Vorfälligkeitsentschädigungen sind steuerlich absetzbar

18. Jul, 2017

Bei der vorzeitigen Auflösung einer Hypothek fallen sogenannte Vorfälligkeitsent­schä­digungen an. Diese Entschädigungen sind bei der Grundstückgewinnsteuer als Anlagekosten abziehbar, wenn die Auflösung der Hypothek in einem un­trenn­baren Zusammenhang mit dem Verkauf der Liegenschaft erfolgt.

Das Bundesgericht schreibt, da die Hypothek unmittelbar vor dem Verkauf der Liegenschaft endgültig und vollumfänglich aufgelöst und nicht durch eine neue Hypothek ersetzt wurde, kann die Vorfälligkeitsentschädigung bei der Grund­stück­gewinnsteuer gewinnmindernd angerechnet werden. In diesem Fall ist die Entschädigung als abzugsfähige «Anlagekosten» zu beurteilen, die bei der Ermittlung des Grundstückgewinns zu berücksichtigen sind.

Vorsicht: Ein Abzug ist nur erlaubt, wenn die aufgelöste Hypothek durch eine andere Hypothek beim gleichen Kreditgläubiger ersetzt wird. Eine doppelte Berücksichtigung der Vorfälligkeitsentschädigung sowohl bei der Grund­stück­gewinnsteuer als auch bei der Einkommensteuer ist gemäss bisheriger Recht­sprechung in jedem Fall ausgeschlossen. (Quelle: BGE 2C_1165/2014, 2C_1148/2015)

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